Tod

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Tod [to:t], der; -[e]s, -e:
das Sterben eines Lebewesens:
einen sanften, schweren Tod haben; der Tod ist durch Ersticken eingetreten; der Arzt konnte nur noch den Tod feststellen; jmdm., sich den Tod wünschen; der Mörder wurde zum Tode verurteilt.
Syn.: Ableben (geh.).
Zus.: Erstickungstod, Feuertod, Flammentod, Hungertod, Kältetod, Strahlentod, Unfalltod.

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Tod 〈m. 1; Pl. selten〉
1. Sterben, Aufhören aller Lebensvorgänge
2. 〈fig.〉
2.1 Ende, Erlöschen (eines Vorgangs, einer Entwicklung, eines Zustandes)
2.2 〈in der Kunst, im Volksglauben〉 düstere Figur, die den Tod (1) verkörpert, meist als Skelett od. Schnitter mit Sense dargestellt
● das ist der \Tod aller Gemeinsamkeit das zerstört alle G.; er ist ein Kind des \Todes er wird sterben, er ist zum Sterben verurteilt ● der \Tod hat ihn ereilt; den \Tod erleiden durch Gewalteinwirkung sterben; den \Tod finden tödlich verunglücken, sterben; bei dem Unglück fanden 130 Menschen den \Tod; den \Tod (nicht) fürchten; weder \Tod noch Teufel fürchten 〈fig.〉 absolut nichts fürchten; es ist ein Schnitter, heißt der \Tod (Anfang eines Volksliedes); er wird sich noch den \Tod holen 〈fig.〉 schwerkrank werden; im Wald lauerte der \Tod 〈fig.〉; der \Tod nahm ihm die Feder, den Pinsel aus der Hand er starb während seiner Arbeit, über seinem Werk; bis dass der \Tod euch scheide (Trauungsformel); sein: wenn das geschieht - das wäre mein \Tod das könnte ich nicht ertragen, nicht überleben ● ein früher, plötzlicher, unerwarteter \Tod; eines gewaltsamen, unnatürlichen \Todes sterben durch Unfall, Kriegseinwirkung, Mord, Hinrichtung u. Ä. sterben; dem \Tode nahe sein; eines natürlichen \Todes sterben durch Krankheit, Altersschwäche u. Ä. sterben; ein ruhiger, sanfter, schöner, schmerzloser \Tod; einen sanften \Tod sterben; schwarzer/Schwarzer \Tod Pest; tausend \Tode sterben 〈fig.〉 sehr große Angst ausstehen, mit dem Schlimmsten rechnen, ängstlich, übervorsichtig sein; der weiße/Weiße \Tod der T. im Schnee, durch Lawinenan jmds. \Tod schuld sein; den \Tod am Galgen sterben; ein Kampf auf Leben und \Tod K., bei dem bis zum Tod eines Gegners gekämpft wird; auf den \Tod krank sein todkrank; das kann ich auf den \Tod nicht leiden 〈fig.; umg.〉 ganz und gar nicht, das ist mir äußerst unangenehm; jmdn. auf den \Tod verwunden so verwunden, dass er daran stirbt; der \Tod auf dem Scheiterhaufen; \Tod durch Erschießen, durch das Beil, den Strang; gegen den \Tod ist kein Kraut gewachsen; treu bis in den \Tod; für eine Überzeugung, für jmdn. in den \Tod gehen; den \Tod in den Wellen finden ertrinken; eine Tat mit dem \Tod(e) bezahlen; eine Schuld mit dem \Tod(e) büßen; mit dem \Tod(e) kämpfen dem Tod nahe sein, lebensgefährlich krank sein; Liebe, Treue über den \Tod hinaus; jetzt, hier geht es um Leben und \Tod; jmdn. vom \Tode erretten; kurz vor, nach seinem \Tod(e); bleich wie der \Tod aussehen sehr bleich; sich zu \Tode ärgern 〈fig.; umg.〉 sich sehr, fürchterlich ärgern; zu \Tode erschrecken sehr erschrecken; (sich) zu \Tode fallen, stürzen so fallen, dass man an den Verletzungen stirbt; jmdn. zu \Tode hetzen bis zur absoluten Erschöpfung hetzen, verfolgen; einen Witz, ein Beispiel zu \Tode hetzen, reiten 〈fig.〉 bis zur Langeweile, zum Überdruss wiederholen; ein Tier zu \Tode hetzen, schlagen, quälen; zu \Tode kommen tödlich verunglücken; sich zu \Tode langweilen 〈fig.; umg.〉 sich sehr, furchtbar langweilen; sich zu \Tode schinden 〈fig.; umg.〉 bis zur absoluten Erschöpfung arbeiten; jmdn. zum \Tode verurteilen; zu \Tode betrübt außerordentlich betrübt, niedergeschlagen [<mhd. tot <ahd. tod <got. dauþus „Tod“; → tot]

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TOD [Abk. für gleichbed. engl. total oxygen demand]: svw. TSB.

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Tod , der; -[e]s, -e <Pl. selten> [mhd. tōd, ahd. tōt, subst. Bildung zu dem unter tot genannten Verb]:
1. Aufhören, Ende des Lebens; Augenblick des Aufhörens aller Lebensfunktionen eines Lebewesens:
ein plötzlicher T.;
ein langer, qualvoller T. (eine lange, qualvolle Zeitspanne bis zum Eintritt des Todes);
der T. ist durch Ersticken eingetreten;
der T. kam, trat um 18 Uhr ein;
dieser Verlust war sein T. (führte dazu, dass er starb);
auf den Schlachtfeldern wurden Millionen -e gestorben (dichter.; kamen Millionen Menschen ums Leben);
den T. eines Gerechten sterben;
den T. fürchten, nicht scheuen;
einen schweren, leichten T. haben;
jmdm. den T. wünschen;
Kinder, kommt rein, ihr holt euch noch den T. (emotional übertreibend; ihr werdet auf den Tod krank);
eines natürlichen, gewaltsamen -es sterben;
jmdm. die Treue halten bis in den/bis zum T.;
jmdn. in den T. treiben;
für seine Überzeugung in den T. gehen (geh.; sein Leben opfern);
er hat seinen Leichtsinn mit dem T./-e bezahlen müssen;
jmdn. vom T./-e erretten;
ein Tier zu -e schinden (so schinden, dass es stirbt);
er wurde zum -e verurteilt;
diese Krankheit führt zum T.;
er ist zu -e erkrankt (so sehr erkrankt, dass er dabei sterben könnte);
Ü mangelndes Vertrauen ist der T. (bedeutet das Ende) jeder näheren menschlichen Beziehung;
R umsonst ist [nur] der T. [und der kostet das Leben] (es gibt nichts umsonst, für alles muss bezahlt werden);
der Schwarze/schwarze T. (die Pest);
der Weiße/weiße T. (der Tod durch Lawinen, durch Erfrieren im Schnee);
den T. finden (geh.; ums Leben kommen);
tausend -e sterben (emotional übertreibend; voller Angst, Zweifel, Unruhe sein);
des -es sein (geh. veraltend; sterben müssen);
auf den T. (geh.; in einer Weise, die das Leben bedroht, die lebensgefährlich ist: auf den T. krank, erkältet sein);
auf/(seltener:) für den T. (ugs. emotional übertreibend; in äußerstem Maße, ganz und gar, überhaupt: er konnte ihn auf den/für den T. nicht ausstehen);
zu -e (emotional übertreibend; sehr, aufs Äußerste, schrecklich: sich zu -e langweilen; er war zu -e erschrocken);
zu -e kommen (geh.; den Tod finden);
etw. zu -e reiten (etw. bis zum Überdruss wiederholen; so oft behandeln o. Ä., dass es seiner Wirkung beraubt wird).
2. (oft dichter. od. geh.) in der Vorstellung als meist schaurige, düstere, grausame Gestalt gedachte Verkörperung des Todes (1); die Endlichkeit des Lebens versinnbildlichende Gestalt:
der T. klopft an, lauert auf der Straße, nahm ihm die Feder aus der Hand;
der T. als Sensenmann;
er sah aus wie der leibhaftige T.;
dem T. entfliehen, trotzen;
T. und Teufel (alles Mögliche, alle möglichen Leute);
T. und Teufel! (Fluch);
weder T. noch Teufel/sich nicht vor T. und Teufel fürchten (sich vor nichts fürchten);
dem T. ins Auge schauen/sehen (in Lebensgefahr sein);
dem T. von der Schaufel/(häufiger:) Schippe gesprungen sein (scherzh.; einer tödlichen Gefahr gerade noch entronnen sein);
mit dem T./-e ringen (lebensgefährlich erkrankt, verletzt, dem Sterben nahe sein).

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Tod
 
[althochdeutsch tōt, zu touwen »sterben«, eigentlich »betäubt, bewusstlos werden«], Zustand eines Organismus nach dem irreversiblen Ausfall der Lebensfunktionen. Als Abschluss eines Alterungsprozesses, dem jedes Lebewesen von Geburt an unterworfen ist, ist der Tod genetisch programmiert und somit ein in der organischen Verfassung des Lebens begründetes biologisches Ereignis; nur Einzeller besitzen eine potenzielle Unsterblichkeit, da ihre Zellteilungen unter geeigneten Bedingungen auch über Tausende von Generationen keine Alterungsvorgänge erkennen lassen. - Von dem Tod anderer Lebewesen unterscheidet sich der menschliche Tod dadurch, dass der Mensch mit dem Bewusstsein seiner eigenen Sterblichkeit begabt ist und daher besonders der menschliche Tod ebenso wie das Leben über die biologischen Fakten hinaus auch metaphysische Erklärungen herausfordert.
 
 Biologische und medizinische Aspekte
 
Leben ist an die drei naturwissenschaftlichen determinierten Hauptkategorien Struktur, Funktion und Stoffwechsel gebunden. Sie bilden ein System, d. h. einen Komplex von Elementen, die untereinander so in Wechselwirkung stehen, dass der Ausfall eines Systemglieds zum Untergang des Gesamtsystems, zum Tod, führt. Dies gilt für alle Stufen in der Hierarchie des Lebendigen, angefangen bei der DNA (Desoxyribonukleinsäure) bis zum Gesamtorganismus. Es ist eine biologische Gesetzmäßigkeit, dass jeder vielzellige Organismus einmal stirbt. Wenn man den Tod naturwissenschaftlich als irreversiblen Stillstand aller lebenserhaltenden und lebensbestimmenden Merkmale definiert (zelluläre Organisation, Stoffwechsel und -transport, Wachstum und Differenzierung, Reizbeantwortung, Wahrung der Individualität, Fortpflanzung und Vererbung, Evolution), wird deutlich, dass diese Definition nicht befriedigen kann, da sie die Kategorie des Geistigen nicht erfasst, dessen Verlust im Sterben besonders nachhaltig in Erscheinung tritt. Sterben und Tod sind eng miteinander verflochten. Sterben ist der Übergang vom Leben in den Tod. Abgesehen von Todesfällen, die durch äußere Gewalteinwirkungen zur plötzlichen Vernichtung des Lebens führen, ist Sterben ein allmählicher Übergang mit einem stufenweisen Abbau der Lebensfunktionen, zu dem der zunehmende Mangel an Sauerstoff infolge der abnehmenden Blutzirkulation den wichtigsten Kausalfaktor bildet. Dabei ist bekannt, dass die Überlebenszeit der Organe und Organsysteme bei komplettem Sauerstoffmangel sehr verschieden ist, was belegt, dass Sterben und Tod eines Organismus zeitlich dissoziiert sind. Diese Erkenntnis führt zu der wichtigen und ärztlich bedeutungsvollen Unterscheidung von klinischem und biologischem Tod.
 
Der klinische Tod umfasst Merkmale ausgefallener Funktionen, die als unsichere Todeszeichen zu bewerten sind: Herzstillstand, Pulslosigkeit, Atemstillstand, Areflexie, Bewusstlosigkeit, Hautblässe und Temperaturabfall. Bei tiefer Bewusstlosigkeit mit klinisch nicht mehr wahrnehmbaren Lebensäußerungen (z. B. akute Vergiftung) kann der Anschein des Todes erweckt werden, obwohl mithilfe des Elektroenzephalogramms (EEG) und des Elektrokardiogramms (EKG) noch elektrische Aktivitäten nachweisbar sind. Diese Vita reducta beziehungsweise minima (umgangssprachlich Scheintod) ist zeitabhängig reversibel und lässt sich durch manuelle und apparative Reanimation vielfach überwinden. Im Zentrum steht dabei die Wiederherstellung von Kreislauf und Atmung zur Sauerstoffversorgung aller Organe. Die Reanimation erfährt ihre Grenzen am Gehirn, dessen Wiederbelebungszeit in Abhängigkeit von der Körper- und Außentemperatur zwischen 6 und 10 min liegt. Jenseits dieser Zeitspanne entstehen am Zentralnervensystem irreversible strukturelle Schäden, die mit dem Leben nicht vereinbar sind.
 
Das Wissen um zeitlich abgestufte Wiederbelebungszeiten der Organe (z. B. 6 Stunden für die Niere) ist von grundsätzlicher Bedeutung für die Organtransplantation. Die Organentnahme zur Transplantation hat die Frage aufgeworfen, wann ein Mensch für tot erklärt werden kann, da die Zeichen des klinischen Todes allein dies nicht erlauben. Unter Berücksichtigung medizinischer, ethischer und juristischer Gesichtspunkte wird der Organtod des Gehirns dem Tod des Menschen (Individualtod) gleichgesetzt, da mit dem Erlöschen der Hirnfunktionen die für jedes menschliche Leben unabdingbaren Voraussetzungen entfallen. Der Hirntod ist der vollständige und irreversible Ausfall der integrativen Groß- und Stammhirnfunktionen bei nur noch künstlich aufrechterhaltenem Kreislauf. Die Fortführung einer Behandlung nach festgestelltem Hirntod ist aussichtslos.
 
Mit dem Hirntod ist das Ende des Organismus in seiner funktionellen Ganzheit definiert, wobei nicht gleichzeitig der Tod aller Einzelteile vorausgesetzt werden kann. Das Sterben der Einzelzellen ist ein progredienter, organabhängiger Vorgang (Stadium des intermediären Lebens), der nach dem Absterben aller Zellen im (absoluten) biologischen Tod sein Ende findet.
 
Nach Eintritt des klinischen Todes bilden sich in einer bestimmten zeitlichen Abfolge die sicheren Todeszeichen (Totenflecke, Totenstarre, Autolyse, bakteriell bedingte Fäulnis) aus, die bei der äußeren Leichenschau durch den Arzt die Grundlage für die Feststellung des eindeutigen Todes bilden. Ihre Ausprägung ermöglicht in gewissem Umfang eine Abschätzung des Zeitpunktes für den Todeseintritt. Im Zusammenhang mit der Leichenschau und der Pflicht zur Ausfüllung des Totenscheines ist der Arzt verpflichtet, den natürlichen Tod vom unnatürlichen Tod zu unterscheiden. Der natürliche Tod ist die Folge von Krankheiten, zum unnatürlichen Tod kommt es durch von außen einwirkende Einflüsse (Gewalt, Unfall, Vergiftung) oder infolge eines Suizids. Für die Feststellung des Todes bei der äußeren Leichenschau muss mindestens eines der sicheren Todeszeichen vorliegen. Im Zweifelsfall sind unverzüglich Reanimationsmaßnahmen einzuleiten. Wenn durch die äußere Leichenschau die Todesursache nicht sicher festzustellen ist, ist eine innere Leichenschau (Obduktion) erforderlich.
 
 
Die interdisziplinär ausgerichtete wissenschaftliche Erforschung von Sterben und Tod wird als Thanatologie bezeichnet. Sie berührt sowohl medizinische als auch psychologische, soziologische, philosophische, theologische und juristische Aspekte des Themas. Thanatopsychologie befasst sich mit den Auswirkungen, die der Tod als imaginatives oder reales Ereignis auf das Verhalten und Erleben von Menschen hat. Mittels empirischer Studien wird Grundlagen- und angewandte Forschung betrieben, deren Erkenntnisse u. a. für die psychosoziale Betreuung Sterbender im Sinne der Sterbebegleitung (Sterbehilfe) nutzbar gemacht werden. Die Gesamtheit aller kognitiven Bewusstseinsinhalte (Begriffe, Vorstellungen, Bilder), die einer Person zur Beschreibung und Erklärung des Todes zur Verfügung stehen, wird Todeskonzept genannt. Die kindliche Entwicklung unterschiedlicher »Subkonzepte« wie der Einsicht in das Aufhören aller Körperfunktionen (Nonfunktionalität), in die Kausalität, Universalität und Irreversibilität des Todes zeigt Parallelen zur geistesgeschichtlichen Genese des Todesbewusstseins. Drei- bis fünfjährige Kinder betrachten Totsein als abgestuftes Lebendigsein und als vorübergehenden Zustand (vorgestellt als Schlaf oder Reise), der durch äußere Gewalteinwirkung herbeigeführt wird. Erst etwa ab dem zehnten Lebensjahr können Kinder den Tod logisch und biologisch richtig kennzeichnen. Er wird als das unausweichliche und endgültige Aufhören der Körperfunktionen begriffen.
 
Einer der Hauptforschungsgegenstände der Thanatopsychologie ist die Angst vor dem Sterben (z. B. vor Schmerz, Isolation), Angst vor dem Totsein (z. B. keine Erfahrungen mehr machen zu können, Sorge um die Angehörigen) und Angst vor dem Danach (z. B. psychische Zerstörung, Rechenschaft ablegen zu müssen). Diese Ängste können sich auf die eigene Person beziehen oder aber auf eine nahe stehende andere. Einige wichtige Befunde: Frauen berichten mehr über Furcht oder Angst vor dem Tod als Männer, was nicht notwendigerweise bedeutet, dass Frauen größere Angst haben, sondern eher dass sie für emotionale Erfahrungen offener sind. Höhere Angstwerte haben Heranwachsende und junge Erwachsene, und zwar im Vergleich mit anderen Zeitpunkten der Lebensspanne. Ältere Erwachsene geben tendenziell weniger Angst vor dem Tod an als jüngere Erwachsene. Sterbende Personen haben nicht unbedingt stärkere todbezogene Ängste; sie können aber andere schwerwiegende Befürchtungen haben, z. B. in Bezug auf Schmerzen, finanzielle Probleme oder das Wohlergehen der Angehörigen. In einzelnen Fällen sind andere Ängste hinter der Angst vor Tod und Sterben verborgen; todbezogene Ängste können sich in gleicher Weise in anderen Besorgnissen oder psychischen Störungen manifestieren. Personen unterscheiden sich in starkem Maße darin, was genau am Tod ihnen Angst macht. Deshalb ist auch eine Unterscheidung der verschiedenen Quellen todbezogener Ängste wichtig. Die Angst kann ganz zurücktreten, wenn Tod z. B. als friedliches Lebensende, als Erlösung von Leiden und Schmerzen erfahren oder mit Hoffnungen auf ein Jenseits verbunden wird.
 
Die »Phasenlehren« zur psychologischen Beschreibung des Sterbeprozesses werden aufgrund unzureichender empirischer Grundlagen und mangelnder Differenzierung hinsichtlich der Individualität des Sterbenden eher im Sinne einer vorläufigen Orientierung gewertet und sind umstritten. Das von Elisabeth Kübler-Ross (* 1926) vorwiegend an Krebskranken entwickelte Schema geht von fünf Phasen aus: Einer Phase der Verneinung und des Nicht-wahrhaben-Wollens folgt eine Phase des Zornes und der Auflehnung. In einer dritten Phase kommt es zu einem »Verhandeln« mit dem Schicksal (z. B. religiöse Gelübde), worauf eine Phase der Depression folgt. Die letzte Phase ist durch die Annahme der unabwendbaren Realität des Todes gekennzeichnet. Erlebnisberichte von reanimierten »klinisch tot« gewesenen Personen (»Nahtod-Erfahrungen«), wie sie u. a. von Raymond A. Moody gesammelt wurden, deuten auf positive Empfindungen während des Sterbens. Berichtet wird u. a. von einem Lebenspanorama (zeitrafferartige Rückschau auf das eigene Leben), außerkörperlichen Erfahrungen und einem Tunnelerlebnis, d. h. einer Wahrnehmung des Sterbens als Durchgang durch einen finsteren Tunnel, an dessen Ende ein Licht sichtbar wird, das die betroffene Person nicht erreicht. In der empirischen Forschung, für die die Existenz von Todesnäheerlebnissen nicht mehr umstritten ist, geht es zum einen um die Bedingungen dieser Erfahrungen, die in der Person oder in der sie auslösenden Situation zu suchen sind, zum anderen um die Interpretation der Erlebnisse. Wissenschaftlich nicht haltbar ist die Deutung solcher Berichte als Beleg für ein Jenseits (Moody) oder als Hinweis auf die Trennung einer unsterblichen Seele vom Körper (Kübler-Ross).
 
 Tod als kulturelles Phänomen
 
Zur geistesgeschichtlichen Genese des Todesbewusstseins wird angenommen, dass sich zunächst eine Einsicht in die Unvermeidlichkeit des Todes (literarisch erstmals greifbar im Gilgamesch-Epos), dann in die Endgültigkeit des Todes ausgebildet hat. Mit dem Gewahrwerden der Unausweichlichkeit des Todes wurde diese Bedrohung in eine Sinnwelt eingeordnet und damit in menschlich-gesellschaftliche Lebensvollzüge in Analogie zu den Lebens- und Sterbeprozessen in der Natur integriert.
 
Älteste Belege für eine sinnbezogene Aneignung des Todes bieten archäologische Zeugnisse aus der Altsteinzeit, die auf Begräbnisriten und den Glauben an ein Fortleben nach dem Tod schließen lassen. Aufgrund der kultur- und zeitbedingten Verschiedenheit der Todesauffassungen kann von einer »Geschichte des Todes« gesprochen werden. Ihren Niederschlag findet sie in Religion, Philosophie, Wissenschaft und Kunst.
 
Religiöse Sinndeutungen:
 
Alle Religionen bieten eine Sinngebung von Leben und Tod, die in soziale und kosmische Zusammenhänge gestellt werden. Oft wird der Tod als eine veränderte Zuständlichkeit des Menschen dem Eingriff einer göttlichen Macht zugeschrieben.
 
In der altägyptischen Religion galt der Tod als Durchgang durch das Nichtsein zu einem erhöhten Sein in Osiris' Reich. Einbalsamierung, Grabbeigaben und entsprechende Begräbnisstätten, besonders die Pyramiden, dienten der Bewahrung des ganzen Körpers für das neue Leben. In späterer Zeit sollten die Formeln der Totenbücher vor den Gefahren des Jenseits und einem ungünstigen Ausgang des Totengerichts schützen.
 
In Buddhismus und Hinduismus bewirkt der Tod - konkret z. B. im Moment der Totenverbrennung - eine Auflösung des Körpers in seine Bestandteile. Die das Individuum konstituierenden Kräfte (Dharmas) im Buddhismus, beziehungsweise im Hinduismus die individuelle Seele, gehen in ein neues Wesen (Pflanze, Tier, Mensch) ein. Nach dem moralischen Vergeltungsprinzip aller Taten (Karma) bestimmt die vorherige Existenz die Qualität der Folgeexistenz. Vollkommene Weltentsagung ermöglicht eine Erlösung aus diesem Kreislauf unzähliger Wiedergeburten (Samsara) durch Eingehen in das Nirvana.
 
Das Alte Testament als Grundlage der Todesdeutung im Judentum kennt keine einheitliche Todeskonzeption, doch werden Tod und Leben nicht allein für sich, sondern in Rückbindung an Jahwe, den Herrn über Leben und Tod (4. Mose 27, 16; 1. Samuel 2, 6), verstanden. Bei Jahwe ist Leben; Tod ist dementsprechend Nicht-Leben und Gottesferne, verkörpert durch die Vorstellung von der Scheol. Der Totenkult spielt keine Rolle. Trost angesichts des Todes spendet allein das absolute Vertrauen in Jahwe (Hiob 1, 21). »Alt und lebenssatt« (1. Mose 25, 8; Hiob 42, 17) zu sterben bedeutet einen guten Tod zu haben. In späteren Schriften findet sich die Hoffnung auf Auferstehung (Daniel 12, 1-3) beziehungsweise auf ein Sein bei Jahwe (Weisheitsliteratur).
 
Im Neuen Testament wird die geistige Dimension von Leben und Tod v. a. in den Schriften des Paulus ausgeführt: Leben als Daseinsweise des Gläubigen und Gottesbeziehung, Tod als Ausdruck und Folgeerscheinung der Sünde im Sinne von menschlicher Zerrissenheit, Nichtigkeitsverfallenheit und Gottesferne (Römerbrief 5, 12). Indem sich das wahre Wesen von Leben und Tod christozentrisch - von Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi her - erschließt, geht das Christentum von der Gewissheit aus, dass mit der Auferstehung und dem neuen Leben Jesu Christi die Macht des Todes prinzipiell überwunden ist (Johannesbrief 11, 25 f.; Römerbrief 6, 8-11). Der leibliche Tod gibt dem Leben eines Menschen mit seinen Grundentscheidungen eine letzte Gültigkeit, macht es »endgültig« und nimmt die im Glauben Verstorbenen in die ewige Gemeinschaft mit Gott (den »Himmel«) auf. Die wissentlich und willentlich im Unglauben Verstorbenen dagegen verharren nach dem Tod endgültig in der Gottesferne und -verlassenheit (Hölle).
 
Der Islam betrachtet den Tod als in die Schöpfung eingeplantes und von Gott gesetztes Ereignis, das den Übergang zu einem neuen Leben darstellt und im Koran als die Heimkehr der Verstorbenen zu ihrem Herrn (Sure 6, 164) beschrieben wird. Je nachdem, ob der Mensch sein ihm von Gott gegebenes Leben im Einklang oder Widerspruch zu dessen Willen geführt hat, erwarten ihn nach seinem Tod das Paradies als Ort der immer währenden Freundschaft Gottes oder die ewige Hölle (Sure 2, 81 f.).
 
Der Tod in der Philosophie:
 
Die philosophische Grundfrage nach dem Sinn menschlicher Existenz im Zusammenhang alles Seienden wird häufig zusammen mit der Frage nach dem Sinn des Todes gestellt. Diese wiederum stellt sich in verschiedenen Teilfragen: 1) Was ist der Tod? Ist er z. B. Trennung von Leib und Seele oder ist er Ende persönlicher Identität? 2) Gibt es eine Hoffnung über den Tod hinaus? 3) Erkenntnistheoretisch wird nach dem Woher und dem Wie des Wissens vom Tod und nach der Verstehbarkeit des Todes gefragt. Von der Beantwortung der ersten beiden Fragen abhängig ist 4) die Frage: Wie sollen wir uns zum Tod stellen?
 
Die bis in die Gegenwart reichende Vorstellung von der Unsterblichkeit der Seele im Gegensatz zur Sterblichkeit des Leibes geht v. a. auf Platon zurück. In seinem Dialog »Phaidon« definiert er den Tod als Befreiung der Seele vom Körper, dem »Grab der Seele«. Ein anderes Todeskonzept entwickelte in der Antike Epikur: Beim Tod fallen die Atome des Körpers und der Seele auseinander; jede Wahrnehmungsfähigkeit endet. Somit geht der Tod uns nichts an, »denn solange wir sind, ist der Tod nicht da; und wenn der Tod da ist, sind wir nicht mehr«.
 
Die Philosophie der Neuzeit zeichnet sich durch eine zunehmende Individualisierung des Todes (»Jemeinigkeit«) aus. Nach R. Descartes ist Tod lediglich ein biologischer Vorgang, eine »Funktionsstörung« der Maschine Körper, die die individuelle unsterbliche Seele nicht betrifft. I. Kant betrachtet die Unsterblichkeit der individuellen Seele als ein Postulat der praktischen Vernunft. Da das menschliche Leben zu kurz ist, um die im allgemeinen Sittengesetz postulierte sittliche Vollkommenheit, das »höchste Gut«, zu erreichen, ist eine Fortexistenz der Persönlichkeit des Menschen quasi »moralisch« notwendig.
 
L. Feuerbach führte den Topos vom »natürlichen Tod« ein. Der Alterstod ist »naturgemäß« und daher nicht zu fürchten. Die endgültige Realität des Todes ist vom Einzelnen hinzunehmen ohne jeden Trost auf eine persönliche Unsterblichkeit im Jenseits. Hoffnung bietet einzig die biologische Unsterblichkeit in den Nachkommen beziehungsweise das Fortleben im Gedächtnis späterer Generationen. Im marxistischen Denken wird der Tod des Einzelnen gesellschaftlichen Zielen untergeordnet und als »Sieg der Gattung über das bestimmte Individuum« (K. Marx) interpretiert. Der »Rote Held« (E. Bloch) kommt ohne den »überkommenen Trost« aus und geht bewusst in das Nichts.
 
Im Gegensatz zur epikureischen und zur materialistischen Auffassung führt in der Existenzphilosophie die Ablehnung ontisch-jenseitiger Spekulation und die Annahme des Todes als eines absoluten Endes individuellen Lebens zu einem Selbstverständnis des Menschen aus seiner eigenen Endlichkeit. Die Bedeutung des Todes liegt im Leben jedes einzelnen Menschen, insofern seine Existenz über die Welt auf ein Unbedingtes hinausweist, das in »Grenzsituationen« wie dem Tod als Transzendenz erfahrbar werden kann (K. Jaspers). Menschliche Existenz ist »Sein zum Tode«, ein »Vorlaufen in den Tod« (M. Heidegger). Jedoch ist Tod nicht unbedingt ein Sinngeschehen, sondern kann auch als eine Vernichtung jeden Sinngeschehens und als absurde Tatsache (J.-P. Sartre, A. Camus), als Inbegriff der Absurdität menschlichen Daseins, aufgefasst werden.
 
Die literarische Gestaltung des Todes ist in erster Linie Ausdruck einer der jeweiligen Epoche und Kultur eigenen Welt- und Sinndeutung, v. a. hinsichtlich der Bewertung einer Transzendenz, von der her der Tod begriffen und gedeutet werden kann. Je klarer und verbindlicher im Sinne einer gesamtgesellschaftlichen Akzeptanz und Verankerung die Vorstellungen hierüber sind, desto weniger fragwürdig und sinnzweifelnd ist die literarische Darstellung der Todeserfahrung. So ist in der Literatur des europäischen Mittelalters der Tod nicht nur allgegenwärtige und öffentliche Realität, sondern in erster Linie eine von der christlichen Heilsgewissheit her erfahrene notwendige - wenn auch mit Blick auf Gericht, Himmel und Hölle nicht furchtlos erwartete - Durchgangsstation. Ausdruck dessen ist nicht nur die geistliche Dichtung (z. B. Memento-mori-Gedichte des 11. und 12. Jahrhunderts, »Millstätter Sündenklage«, 12. Jahrhundert), sondern auch die selbstvertändliche Hereinnahme des Todes in die Sphäre der heldhaften »Vita activa« sowohl in der althochdeutschen und mittelhochdeutschen Heldendichtung (z. B. »Hildebrandslied«, 9. Jahrhundert; »Nibelungenlied«, um 1200) als auch im höfischen Roman (Hartmann von Aue, »Erec«, 12. Jahrhundert). Einen gewissen Wendepunkt stellt »Der Ackermann aus Böhmen« (um 1400) des Johannes von Tepl dar. Hier triumphiert das lebensbejahende Prinzip vorübergehend über den Tod.
 
Der mittelalterlichen Welt- und Jenseitsdeutung diametral entgegengesetzt und paradigmatisch noch für die Gegenwart ist der literarische Umgang mit dem Tod seit dem 18. Jahrhundert. Von nun an wird der Tod in zunehmendem Maße nicht mehr religiös, sondern säkular gedeutet. Er wird nicht mehr auf ein Weiterleben nach dem Tod oder ein Jenseits hin verstanden, sondern erscheint als ein interpretierbares, v. a. ein individuelles Ereignis. Literarisches Thema wird daher zunehmend der Prozess des Sterbens wie auch die gesellschaftliche Umwelt des Sterbenden. Dabei kommt es auch zu einer literarischen Neubewertung des Freitodes, der, wie z. B. in Goethes »Die Leiden des jungen Werthers« (1774, Neufassung 1787), nunmehr eine in früheren Epochen kaum mögliche ästhetische Instrumentalisierung erfährt. Im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert wird daneben ein Prozess deutlich, der den Tod - wie auch andere existenzielle Grunderfahrungen des Menschen - aus den letzten Verbindungen dichterischer Bemühungen um Sinnstiftung beziehungsweise Rückbindung an metaphysischen Fragestellungen (wie z. B. bei L. N. Tolstoj, F. M. Dostojewskij) herauslöst und ihn zu einer Metapher der menschlichen Orientierungslosigkeit, der Vereinzelung und des Ausgeliefertseins macht (so z. B. bei F. Kafka, A. Strindberg, S. Beckett, T. Bernhard). Nicht zuletzt hat die im 20. Jahrhundert allgegenwärtige Erfahrung des Massensterbens und -tötens zu einer für den Einzelnen unausweichliche Konfrontation mit diesen Ereignissen geführt, die dort, wo sie sich aus der Sprachlosigkeit löste, u. a. in einer komplexen literarischen Gestaltung des Krieges, seiner Schrecken und Folgen ihre Verarbeitung fand.
 
In der bildenden Kunst finden sich seit der Antike die vielfältigsten Personifikationen des Todes. In der griechischen Kunst erschien er z. B. als geflügelter Jüngling (Thanatos, der Bruder des Schlafes Hypnos) oder als Genius mit gesenkter Fackel. In der Spätantike trat der Tod auch als Skelett auf, das als Memento mori, aber auch als Aufforderung, das Leben zu genießen, gedeutet wurde. Die christliche Ikonographie des Mittelalters personifiziert den Tod als von Christus besiegte Gestalt und als Töter der Menschen. Dabei erscheint der Tod in der romanischen Tradition meist als Frau, z. B. im Fresko »Triumph des Todes« von F. Traini im Camposanto in Pisa (um 1340-50) als Furie mit Fledermausflügeln und Sense. Diese und ähnliche Darstellungen betonen die Gnadenlosigkeit des Todes. In Nordeuropa wurde der Tod als Töter der Menschen seit dem Spätmittelalter unter dem Eindruck der Pestepidemien zunehmend als verwesender Leichnam oder als Skelett wiedergegeben, oft dargestellt als apokalyptischer Reiter oder Kriegsmann (A. Dürer), auch als Schnitter, Jäger oder Totengräber mit charakteristischen Attributen (Schwert, Sense, Pfeil und Bogen). Diese Personifizierungen waren als Warnung vor einem plötzlichen Tod und als Ermahnung zu einem bußfertigen Leben gedacht. Die das Spätmittelalter bewegenden Todesgedanken fanden bildlichen Ausdruck v. a. auch im Totentanz. Diese Darstellung von Menschen jeden Alters und Standes, die mit Toten einen Reigen tanzen, weist auf die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod hin. Mit der Auflösung des Totentanzes in einen Zyklus von Einzelszenen erfolgte auch die Verselbstständigung einzelner Motive, die die Allgegenwart des Todes veranschaulichen: »Der Tod und das Mädchen« (H. Baldung, N. Manuel), »Der Tod und der Jüngling« (Hausbuchmeister), »Der Tod und die Landsknechte« (U. Graf). Seine Macht vergegenwärtigte besonders eindringlich P. Bruegel der Ältere im »Triumph des Todes« (um 1562; Madrid, Prado). Seit dem späten 16. Jahrhundert finden sich Tod und Todesallegorien oft an Grabmälern; am aufwendigsten und eindrucksvollsten wurden sie zur Zeit des Barock gestaltet. Der Klassizismus orientierte sich an der antiken Todesauffassung. Etwa von der Mitte des 19. Jahrhunderts an entwickelte sich in der profanen Kunst ein neues Interesse an Todesdarstellungen (R. Bresdin, F. Rops, A. Böcklin), das im Symbolismus der Jahrhundertwende seinen Höhepunkt erreichte (M. Klinger, J. Ensor). Im 20. Jahrhundert wird die Todesthematik v. a. in der Grafik aufgegriffen (Käthe Kollwitz, A. Kubin, F. Masereel, O. Dix, HAP Grieshaber, A. Hrdlicka, H. Janssen). Schwerpunkte bilden Arbeiten, die die sehr persönliche Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Tod dokumentieren oder die den Krieg und seine verheerenden Folgen anklagen.
 
Weltweit wird der Tod auch in der Musik thematisiert, verschieden nach Kulturen und Zeiten und in unauslotbarer Unterschiedlichkeit ihrer Faktur, ihres Empfindungs- und Symbolgehalts. Im Mittelpunkt der christlich-europäischen Kultmusik steht hier das Requiem, die katholische Messe für Verstorbene, in die im 13. Jahrhundert die Sequenz »Dies irae« als Hinweis auf das Gottesgericht am Jüngsten Tag eingefügt wurde. Seit dem 15. Jahrhundert (J. Ockeghem) ist das Requiem auch mehrstimmig vertont worden mit Höhepunkten bei W. A. Mozart, L. Cherubini, H. Berlioz und G. Verdi, im 20. Jahrhundert u. a. bei B. Britten, G. Ligeti und I. Strawinsky, K. Penderecki, H. W. Henze bis hin zu Jakob Ullmanns (* 1959) »Lied des verschwundenen Engels« (1989), einer Art Requiem für die Opfer politischer und religiöser Verfolgung. Auf evangelischer Seite sind die »Musical. Exequien« (1636) von H. Schütz ein überragendes Zeugnis seiner Begräbnismusik, während »Ein deutsches Requiem« (1866-68) von J. Brahms einen intendiert interkonfessionellen Charakter hat. - In ihrer langen Geschichte, mit Höhepunkt bei J. S. Bach, erfassen die Passionsmusiken das Sterben Jesu in immer wieder neuer christologischer Auslegung, zu der auch Werke wie die Passionskantate »Der Tod Jesu« (1755) von C. H. Graun oder die Orchesterkomposition »Die sieben Worte des Erlösers am Kreuz« (1785) von J. Haydn gehören.
 
Der Totentanz erfasst seit dem 16. Jahrhundert im Anschluss an poetischen und bildnerischen Darstellungen auch musikalisch den Tanz der Toten oder des Todes mit den Lebenden, bis hin zu dem »Totentanz, Paraphrase über Dies irae« (1849) für Klavier und Orchester von F. Liszt und der sinfonischen Dichtung »La danse macabre« (1874) von C. Saint-Saëns. Zahlreiche andere musikalische Formen und Gattungen gehören in den Bereich der Klage und des Trostes, der Ehrung und des Andenkens angesichts des Todes, so die Klagemusik des Lamentos und der Plainte und besonders das französische Tombeau des 16. und 17. Jahrhunderts, ein Instrumentalstück zum Gedächtnis an bekannte Persönlichkeiten, im 20. Jahrhundert wieder aufgenommen durch »Hommage à. ..«- Kompositionen u. a. von C. Debussy, M. Ravel, P. Boulez, W. Lutosławski und W. Rihm. Auch etwa das Lied (F. Schubert, »Erlkönig«, »Der Tod und das Mädchen«; G. Mahler, »Kindertotenlieder«), die Sinfonie (Mahler, 2. Sinfonie, genannt »Auferstehungs-Sinfonie«), das Konzert (A. Berg, Violinkonzert) setzen sich in vielfältiger Weise mit dem Tod auseinander. In der Oper reicht die Darstellung des Todes vom Racheakt bis zum Liebestod, vom Intrigenmord bis hin etwa zu Viktor Josef Ullmanns (* 1898, ✝ 1944) Theresienstadt-Oper »Der Kaiser von Atlantis oder Die Todverweigerung« (1944) mit ihrer Anspielung auf das Völkermorden Hitlers. Wo immer auch die Musik das Phänomen des Todes ins Ästhetische transformiert, stellt sich die Frage, ob Tod als Ende der menschlichen Existenz überhaupt in der Ästhetisierung durch Kunst fassbar ist.
 
 Soziologische Aspekte
 
Einstellungen und Verhalten des Menschen zum Tod unterliegen gesellschaftlichen Deutesystemen, Normen und Gebräuchen. Ein Beispiel für die unterschiedliche Auswirkung solcher sozialen Standardisierungen ist die Wertung des plötzlich eintretenden Todes. Gilt in unserer heutigen Gesellschaft diese Todesform vielen als »schöner Tod«, so war im christlichen Mittelalter der »jähe Tod« extrem angstbehaftet, weil er keine Zeit zur rechten Sterbevorbereitung nach den Regeln der Ars Moriendi ließ. Ein Entwicklungsmodell der Einstellungen des abendländischen Menschen zum Tod bietet P. Ariès, wobei die einzelnen Phasen nicht als striktes chronologisches Hintereinander aufzufassen sind: Bis ins 12. Jahrhundert sei der »gezähmte«, d. h. der erwartete und auf sich genommene Tod dominant gewesen. Ihm folgte der »eigene Tod«, eine Phase zunehmender Individualisierung zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert, die vom »Tod des anderen« mit Schwerpunkt auf den Gefühlen beim Verlust eines geliebten Menschen abgelöst wurde. Die Gegenwart sei durch den »ins Gegenteil verkehrten Tod«, d. h. den »verbotenen« und »heimlichen« (d. h. aus dem öffentlichen Leben ausgegrenzten) Tod, gekennzeichnet.
 
Diese Benennungen Ariès' basieren auf einer Theorie M. Schelers, nach der Arbeits- und Erwerbstrieb sowie Rastlosigkeit als Kennzeichen des modernen Menschen den Todesgedanken verdrängen, und zwar über das Maß der vital zweckmäßigen Todesverdrängung hinaus. Weiter geht E. Becker mit seiner Auffassung, dass es das Schicksal des Menschen ist, den Tod auf die eine oder andere Art zu verleugnen. Dies erzwingt allein die Tatsache, dass uns unsere eigene Sterblichkeit bewusst wird. Die Idee des Todes und die damit verbundene Angst treibt den Menschen an; sie motiviert ein Verhalten, das hauptsächlich der Verleugnung dient. In der Verdrängungshypothese wird ein aus der Psychoanalyse stammender Begriff, der das Abdrängen (nicht: Unwirksammachen) unlustbetonter Bewusstseinsinhalte in das Unbewusste durch das Individuum bezeichnet, auf die Gesellschaft übertragen. Stützen findet diese Theorie im Verhalten gegenüber dem Sterben, der Thanatopraxis, der Moderne. Der Umgang mit Sterbenden, Toten und Trauernden wird zunehmend Experten übertragen und verliert damit an Öffentlichkeit. Mehr als 60 % aller Sterbefälle sind im Krankenhaus oder Altenheim zu verzeichnen (Institutionalisierung des Sterbens). Diese »Auslagerung« und Spezialisierung im Umgang mit Sterben und Tod findet jedoch eine Entsprechung in anderen Lebensbereichen (z. B. in der Übertragung von Erziehungsfunktionen aus der Familie auf die Schule und andere Institutionen) und ist nicht nur in einer hoch entwickelten Medizin, sondern auch in veränderten Familienstrukturen und Lebensbedingungen begründet. Auch Indizien wie die Tendenz zur sprachlichen Verschleierung und Beschönigung des Todes, die Reduzierung der Artikulationsmöglichkeiten Trauernder auf die Privatsphäre und nicht zuletzt die im Gespräch mit Trauernden sowie mit Kranken und deren Angehörigen über den letalen Verlauf einer Krankheit auftretenden Kommunikationshemmungen weisen auf eine Tabuisierung des Todes hin, die mit derjenigen der Sexualität in früherer Zeit verglichen worden ist (Ariès). Gegen die Theorie von der Todesverdrängung spricht auch der Erfolg der Hospizbewegung, die sich gegen die verborgenen oder unausgesprochenen Standards, nach denen Sterbende behandelt werden, wendet. Diese von Bürgerinitiativen getragenen Einrichtungen bieten unheilbar Kranken und ihren Familien materielle und ideelle Unterstützung an, damit sich ein würdevolles Sterben zu Hause oder - wenn nicht anders möglich - in der Klinik vollziehen kann. Vorbild für die inzwischen weltweit verbreiteten Institutionen ist die von Cicely Saunders 1967 gegründete Klinik, das Saint Christopher's Hospice in London.
 
Von anderer Seite wird die Theorie von der Todesverdrängung in den modernen Industriegesellschaften als zu pauschal und von einer konservativen Kulturkritik bestimmt verworfen (A. Hahn, W. Fuchs); vielmehr wird darauf hingewiesen, dass gerade jene Menschen, die am stärksten mit dem Tod konfrontiert sind, viel von ihm reden und dass eine Häufung neuerer wissenschaftlicher Publikationen Tod fast zum »Modethema« werden ließ. Diese Kritik geht jedoch eher vom psychoanalytisch geprägten Begriff der Individualverdrängung aus und trifft daher die Vertreter einer »sozialen Verdrängung« auf »Weltbildebene« (M. Horkheimer, T. W. Adorno, A. Nassehi, G. Weber) kaum.
 
Die Ursache für die gesamtgesellschaftliche Ausblendung der existenziellen Bedeutung der Todesthematik scheint in einer fehlenden umfassenden Sinngebung des Todes als Teil des Lebens und damit in der Struktur der Moderne selbst begründet zu sein. Aufgrund der Differenzierung und Pluralität von Glaubenssystemen, Normen und Werten in der Gesellschaft sind keine universellen Sinndeutungen mehr möglich. Religionen nehmen ihre sinnstiftende Funktion nur noch partiell - auf Teilgruppen beschränkt - wahr. Eine menschlich-existenziell notwendige Sinngebung des Todes scheint somit nur noch »privat« möglich zu sein. Dabei kann das auf sich allein gestellte Individuum entweder aus dem existierenden Angebot religiöser und säkularer Sinndeutungen eine individuell als angemessen erscheinende Lebens- und Todesdeutung auswählen oder intrasubjektiv den eigenen Tod durch das eigene Leben beziehungsweise den Tod anderer durch deren Leben und die eigene gelebte Beziehung zu diesen Personen deuten. Die grundlegende Alternative der Deutung des Todes als eines Sinngeschehens oder als einer absurden Tatsache bleibt dabei bestehen.
 
 
A. Hahn: Einstellungen zum T. u. ihre soziale Bedingtheit (1968);
 L. Petzoldt: Der Tote als Gast. Volkssage u. Exempel (Helsinki 1968);
 K. Stüber: Commendatio animae. Sterben im MA. (Bern 1976);
 W. Fuchs: Todesbilder in der modernen Gesellschaft (Neuausg. 21979);
 
Wie die Alten den T. gebildet. Wandlungen der Sepulkralkultur 1750-1850, hg. v. H.-K. Boehlke u. a., Ausst.-Kat. Wiss.-Zentrum Bonn-Bad Godesberg (1979);
 S. Baum: Plötzlich u. unerwartet. Todesanzeigen (Neuausg. 1981);
 H. Vorgrimler: Der T. im Denken u. Leben des Christen (21982);
 J. Ziegler: Die Lebenden u. der T. (a. d. Frz., Neuausg. 1982);
 P. Ariès: Bilder zur Gesch. des T. (a. d. Frz., 1984);
 P. Ariès: Gesch. des T. (a. d. Frz., Neuausg. 71995);
 D. C. Kurtz u. J. Boardman: Thanatos. T. u. Jenseits bei den Griechen (a. d. Engl., 1985);
 Walter Schulz: Metaphysik des Schwebens. Unterss. zur Gesch. der Ästhetik (1985);
 G. Scherer: Das Problem des T. in der Philosophie (21988);
 A. M. Haas: Todesbilder im MA. Fakten u. Hinweise in der dt. Lit. (1989);
 A. Nassehi u. G. Weber: T., Modernität u. Gesellschaft (1989);
 
Der T. in Dichtung, Philosophie u. Kunst, hg. v. H. H. Jansen (21989);
 G. Condrau: Der Mensch u. sein T. (Zürich 21991);
 J. Le Goff: Die Geburt des Fegefeuers. Vom Wandel des Weltbildes im MA. (a. d. Frz., 21991);
 
Langsamer Abschied. T. u. Jenseits im Kulturvergleich, bearb. v. M. S. Cipolletti u. a., Ausst.-Kat. (31991);
 E. Jüngel: T. (Neuausg. 51993);
 R. Ochsmann: Angst vor T. u. Sterben. Beitrr. zur Thanato-Psychologie (1993);
 
Leben u. T. in den Religionen, hg. v. G. Stephenson (Neuausg. 1997);
 R. A. Moody: Leben nach dem T. (a. d. Amerikan., Neuausg. 1997);
 N. Ohler: Sterben u. T. im MA. (Neuausg. 31997).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Altern und Tod
 

* * *

Tod, der; -[e]s, -e <Pl. selten> [mhd. tōd, ahd. tōt, subst. Bildung zu dem unter ↑tot genannten Verb]: 1. Aufhören, Ende des Lebens; Augenblick des Aufhörens aller Lebensfunktionen eines Lebewesens: ein sanfter, schmerzloser, plötzlicher T.; der klinische T. war bereits eingetreten; ein langer, qualvoller T. (eine lange, qualvolle Zeitspanne bis zum Eintritt des Todes); der T. am Galgen, auf dem Schafott, durch den Strang; der T. ist durch Ersticken, Erfrieren, Entkräftung eingetreten; der T. kam, nahte schnell, trat um 18 Uhr ein; dieser Verlust war sein T. (führte dazu, dass er starb); der T. schreckte ihn nicht; Solche -e gehen zumeist still vor sich (Wochenpresse 46, 1983, 19); auf den Schlachtfeldern wurden Millionen -e gestorben (dichter.; kamen Millionen Menschen ums Leben); einen schweren, leichten T. haben; der Arzt konnte nur noch den T. feststellen; das spricht dagegen, dass Luis den T. gesucht hat (sterben wollte; Gregor-Dellin, Traumbuch 152); einen ruhigen, stillen T., den T. eines Gerechten sterben; den T. fürchten, nicht scheuen, herbeiwünschen, ersehnen; jmds. T. betrauern, wollen, wünschen; jmdm. den T. wünschen; Kinder, kommt rein, ihr holt euch noch den T. (emotional übertreibend; ihr werdet auf den Tod krank; Kempowski, Tadellöser 114); ... hat der Mann die Frau erschossen und dann sich selbst den T. gegeben (sich selbst erschossen, umgebracht; MM 21./22. 8. 71, 11); sich dem -e weihen; dem T. nahe sein; die Stunde des -es nahe fühlen; die Schrecken, die Bitterkeit des -es; eines natürlichen, gewaltsamen -es sterben; angesichts des -es waren alle still geworden; auch die geeignetsten Arten verfallen dem -e, wenn ihnen durch äußere Umstände die Lebensbedingungen entzogen werden (Gruhl, Planet 38); jmdm. die Treue halten bis in den/bis zum T.; jmdn. in den T. treiben, schicken; sie folgte ihrem Mann in den T.; freiwillig in den T. gehen (geh.; Selbstmord begehen); für seine Überzeugung in den T. gehen (geh.; sein Leben opfern); er hat seinen Leichtsinn mit dem T./-e bezahlen müssen; man sollte täglich mit dem T. rechnen; Ich bin im Krieg fünf Jahre lang als Soldat mit dem T. konfrontiert worden (Schreiber, Krise 90); das Leben nach dem T./-e; er kam über ihren T. nicht hinweg; jmdn. über den T. hinaus lieben; jmdn. vom T./-e erretten; ein Tier zu -e schinden (so schinden, dass es stirbt); er ist zu -e erkrankt (so sehr erkrankt, dass er dabei sterben könnte); er hat sich zu -e gestürzt (ist so unglücklich gestürzt, dass er dadurch zu Tode gekommen ist); Wäre es nicht das Beste, wenn wir uns gleich zu -e hungerten? (so lange hungerten, bis wir tot sind; Bieler, Mädchenkrieg 157); er wurde zum -e verurteilt; diese Krankheit führt zum T.; R umsonst ist [nur] der T. [und der kostet das Leben] (es gibt nichts umsonst, für alles muss bezahlt werden); Ü mangelndes Vertrauen ist der T. (bedeutet das Ende) jeder näheren menschlichen Beziehung; Im Krieg dann starb der Club einen stillen T. (Danella, Hotel 62); *der schwarze T. (die Pest); der weiße T. (der Tod durch Lawinen, durch Erfrieren im Schnee); den T. finden (geh.; ums Leben kommen); tausend -e sterben (emotional übertreibend; voller Angst, Zweifel, Unruhe sein); des -es sein (geh. veraltend; sterben müssen); auf den T. (geh.; in einer Weise, die das Leben bedroht, die lebensgefährlich ist): auf den T. krank, erkältet sein, daniederliegen; Er liegt auf den T. und bräuchte die Pflege nötiger denn je (Chotjewitz, Friede 8); auf/(seltener:) für den T. (ugs. emotional übertreibend; in äußerstem Maße, ganz u. gar, überhaupt): er konnte ihn auf den/für den T. nicht ausstehen; ich durfte zu meinen Eltern nicht von Gott sprechen, denn das konnten sie auf den T. nicht leiden (Zorn, Mars 69); mit T. abgehen (veraltet; sterben): ... demzufolge Heinrichs kleine Tochter Margarete ..., falls Heinrich ohne männliche Nachkommen mit dem T. abginge, seine Länder erben sollte (Feuchtwanger, Herzogin 9); zu -e kommen (geh.; den Tod finden): der Projektor war ... von panischen Faltern umschwärmt; wenn einer am heißen Glas zu -e kam, stieg eine Rauchlocke auf (Ransmayr, Welt 26); zu -e (emotional übertreibend; sehr, aufs Äußerste, schrecklich): sich zu -e schämen, langweilen; er war zu -e erschrocken; Abgeschlagen schleppte er sich ins Ziel, ausgepumpt und zu -e enttäuscht (Loest, Pistole 61); etw. zu -e reiten (etw. bis zum Überdruss wiederholen; so oft behandeln o. Ä., dass es seiner Wirkung beraubt wird). 2. (oft dichter. od. geh.) in der Vorstellung als meist schaurige, düstere, grausame Gestalt gedachte Verkörperung des Todes (1); die Endlichkeit des Lebens versinnbildlichende Gestalt: der grimmige, unerbittliche, grausame T. stand vor der Tür; der T. mit Stundenglas und Hippe; der T. als Sensenmann; der T. klopft an, ruft, winkt jmdm., lauert auf der Straße, hält reiche Ernte, schickte seine Boten, schloss ihm die Augen, nahm ihm die Feder, den Pinsel aus der Hand; er war blass, bleich wie der T., sah aus wie der leibhaftige T.; Da weiß man, dass es kaum noch Minuten geht, bis der T. einen holt (Dürrenmatt, Meteor 10); den T. vor Augen sehen (seinen Tod voraussehen); dem T. entrinnen, entfliehen, entgehen, trotzen; er ist dem T. von der Schippe, Schaufel gesprungen (scherzh.; ist einer tödlichen Gefahr entronnen, hat eine lebensgefährliche Krankheit überwunden); er hat dem T. ins Auge gesehen (war in Lebensgefahr); eine Beute des -es sein; jmdn. den Klauen des -es entreißen; mit dem T./-e ringen (lebensgefährlich erkrankt, dem Sterben nahe sein); *T. und Teufel (alles Mögliche, alle möglichen Leute): man kann mit Kindern über T. und Teufel reden. Es kommt nur aufs Wie an (Hörzu 11, 1976, 16); T. und Teufel! (Fluch); weder T. noch Teufel/sich nicht vor T. und Teufel fürchten (sich vor nichts fürchten).

Universal-Lexikon. 2012.

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